Spektroskopische Wellenlängenbereiche: VIS, NIR, SWIR, MIR und FIR

Spek­tro­sko­pi­sche Metho­den wer­den pri­mär durch den Wel­len­län­gen­be­reich des elek­tro­ma­gne­ti­schen Spek­trums defi­niert, der zur Unter­su­chung von Mate­ria­li­en ver­wen­det wird. Unter­schied­li­che Spek­tral­be­rei­che inter­agie­ren mit Mate­rie durch ver­schie­de­ne phy­si­ka­li­sche Mecha­nis­men, die von elek­tro­ni­schen Über­gän­gen im sicht­ba­ren Bereich bis zu mole­ku­la­ren Schwin­gun­gen im Infra­rot rei­chen. Die­se Wech­sel­wir­kun­gen bestim­men, wel­che che­mi­schen Bin­dun­gen und Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten gemes­sen wer­den können. 

Die­ser Arti­kel bie­tet einen tech­ni­schen Über­blick über die in der Spek­tro­sko­pie ver­wen­de­ten Wel­len­län­gen­be­rei­che, ihre phy­si­ka­li­sche Grund­la­ge und die Spek­tral­be­rei­che, die übli­cher­wei­se in indus­tri­el­len Instru­men­ten und Hyper­spek­tral-Bild­ge­bungs­sys­te­men ein­ge­setzt werden.

Inhalts­ver­zeich­nis

Übersicht über das elektromagnetische Spektrum

Spek­tro­sko­pi­sche Tech­ni­ken arbei­ten typi­scher­wei­se über die sicht­ba­ren und infra­ro­ten Berei­che des elek­tro­ma­gne­ti­schen Spek­trums. Die­se Berei­che umfas­sen Wel­len­län­gen von unge­fähr 400 nm bis 1000 µm, mit pro­gres­siv nied­ri­ge­ren Pho­to­nen­en­er­gien bei län­ge­ren Wellenlängen.

Bereich Typi­scher Wellenlängenbereich Pri­mä­re Wechselwirkung
Sicht­bar (VIS) ~400–700 nm Elek­tro­ni­sche Übergänge
Nahin­fra­rot (NIR) ~700–2500 nm Ober­ton-/Kom­bi­na­ti­ons­schwin­gun­gen
Kurz­wel­li­ges Infra­rot (SWIR) ~700–1700 nm Oft ver­wen­de­te Unter­grup­pe von NIR
Mitt­le­res Infra­rot (MIR) ~2500–10.000 nm Fun­da­men­ta­le mole­ku­la­re Schwingungen
Fer­nes Infra­rot (FIR) ~12.000–100.000 nm Rota­ti­ons- und Gitterschwingungen

Der sicht­ba­re Bereich geht bei unge­fähr 700 nm in das Infra­rot über, wo die elek­tro­ni­sche Absorp­ti­on weni­ger domi­nant wird und Schwin­gungs­wech­sel­wir­kun­gen auf­tre­ten. (NLIR)

Die Infra­rot­spek­tro­sko­pie wird daher typi­scher­wei­se in NIR, MIR und FIR unter­teilt, da die­se Berei­che unter­schied­li­che mole­ku­la­re Pro­zes­se untersuchen.

Diagramm des elektromagnetischen Spektrums, das die Wellenlängenbereiche für sichtbares Licht (VIS), Nahinfrarot (NIR), mittleres Infrarot (MIR) und fernes Infrarot (FIR) hervorhebt, die in der Spektroskopie und optischen Sensorik verwendet werden.

Abbil­dung: In der Spek­tro­sko­pie ver­wen­de­te Wel­len­län­gen­be­rei­che für sicht­ba­res (VIS), Nahin­fra­rot (NIR) und mitt­le­res Infra­rot (MIR).

VIS- vs. NIR- vs. MIR-Spektroskopie

Obwohl die sicht­ba­ren und infra­ro­ten Berei­che zusam­men­hän­gend sind, ist die zugrun­de lie­gen­de Phy­sik der Absorp­ti­on unterschiedlich.

Spek­tral­be­reich Wel­len­län­gen­be­reich Domi­nan­te Übergänge Typi­sche Anwendungen
VIS ~400–700 nm Elek­tro­ni­sche Übergänge Farb­ana­ly­se, Pigmente
NIR ~700–2500 nm Ober­ton- & Kombinationsschwingungen Zusam­men­set­zung, Feuchtigkeit
MIR ~2500–10.000 nm Fun­da­men­ta­le Schwingungen Mole­ku­la­re Identifizierung
Illustration der spektroskopischen Absorptionsmechanismen, die elektronische Übergänge im sichtbaren Bereich, Oberton-Schwingungsübergänge im Nahinfrarot und fundamentale molekulare Schwingungen in der Mittelinfrarot-Spektroskopie zeigt.

Abbil­dung: In der Spek­tro­sko­pie gemes­se­ne Ener­gie­über­gän­ge, ein­schließ­lich elek­tro­ni­scher Über­gän­ge (VIS), Ober­ton­schwin­gun­gen (NIR) und fun­da­men­ta­ler Schwin­gun­gen (MIR).

Sichtbare Spektroskopie

Im sicht­ba­ren Bereich regen Pho­to­nen elek­tro­ni­sche Über­gän­ge in Ato­men und Mole­kü­len an. Absorp­ti­ons­merk­ma­le ent­spre­chen Chro­mo­pho­ren wie Über­gangs­me­tall­kom­ple­xen, Farb­stof­fen oder kon­ju­gier­ten orga­ni­schen Strukturen. 

Indus­tri­el­le Anwen­dun­gen umfassen:

  • Farb­mes­sung
  • Schicht­di­cken­mes­sung
  • Pig­ment­i­den­ti­fi­zie­rung
  • Ober­flä­chen­in­spek­ti­on

Nahinfrarot-Spektroskopie

Die NIR-Spek­tro­sko­pie misst schwa­che Ober­ton- und Kom­bi­na­ti­ons­ban­den mole­ku­la­rer Schwin­gun­gen. Die­se ent­ste­hen aus was­ser­stoff­hal­ti­gen Bindungen. 

Wich­ti­ge absor­bie­ren­de Bin­dun­gen umfassen:

Bin­dungs­typ Typi­sche Schwingungsmerkmale
O–H star­ke NIR-Ober­ton­ban­den (Feuch­tig­keit, Hydroxylgruppen)
C–H Koh­len­was­ser­stof­fe, Poly­me­re, Öle
N–H Pro­te­ine, Amine

Die­se Ban­den stam­men von fun­da­men­ta­len Schwin­gun­gen, die sich im MIR-Bereich befin­den, erschei­nen aber bei kür­ze­ren Wel­len­län­gen als höher­wer­ti­ge Ober­tö­ne. (Oxford Instru­ments)

Nahinfrarot-Absorptionsspektrum, das typische Oberton- und Kombinationsbanden von O-H-, C-H- und N-H-Bindungen zwischen 900 und 2200 nm illustriert.

Abbil­dung: Typi­sches Nahin­fra­rot-Absorp­ti­ons­spek­trum mit O-H-, C-H- und N-H-Ober­ton- und Kombinationsbanden.

Mittelinfrarot-Spektroskopie

Die MIR-Spek­tro­sko­pie unter­sucht fun­da­men­ta­le Schwin­gungs­mo­den von Molekülen.

Die­se sind viel stär­ke­re Absorp­ti­ons­merk­ma­le als NIR und ermög­li­chen eine detail­lier­te mole­ku­la­re Iden­ti­fi­zie­rung, wodurch die MIR-Spek­tro­sko­pie häu­fig ein­ge­setzt wird in:

  • FTIR-Che­mi­sche Analyse
  • Gas­sen­so­rik
  • Poly­me­riden­ti­fi­zie­rung
  • Phar­ma­zeu­ti­sche Analyse

Wie NIR-Spektroskopie funktioniert

Die Nahin­fra­rot-Spek­tro­sko­pie misst die Absorp­ti­on von Breit­band­licht, das mit mole­ku­la­ren Schwin­gungs­ober­tö­nen interagiert.

Die typi­sche Mess­se­quenz ist:

  1. Eine Breit­band­licht­quel­le beleuch­tet die Probe.
  2. Mole­ku­la­re Bin­dun­gen absor­bie­ren spe­zi­fi­sche Wellenlängen.
  3. Reflek­tier­tes oder trans­mit­tier­tes Licht wird von einem Spek­tro­me­ter gemessen.
  4. Mul­ti­va­ria­te Model­le wan­deln Spek­tren in che­mi­sche oder phy­si­ka­li­sche Para­me­ter um.

Da NIR-Ban­den schwach und über­lap­pend sind, basiert die spek­tra­le Inter­pre­ta­ti­on typi­scher­wei­se auf che­mo­me­tri­scher Model­lie­rung und nicht auf ein­zel­nen Absorptionspeaks.

Wichtige molekulare Absorptionsgruppen

Die NIR-Emp­find­lich­keit beruht haupt­säch­lich auf was­ser­stoff­hal­ti­gen Bindungen:

Bin­dung Fun­da­men­ta­le Schwin­gung (MIR) NIR-Ober­tö­ne
O–H-Streckschwingung ~2,7–3,2 µm ~700–1500 nm Obertöne
C–H-Streckschwingung ~3,3–3,5 µm ~1100–1800 nm
N–H-Streckschwingung ~2,8–3,1 µm ~1000–1600 nm

Die­se Absorp­tio­nen ermög­li­chen es der NIR-Spek­tro­sko­pie, Fol­gen­des zu quantifizieren:

  • Feuch­tig­keit
  • orga­ni­scher Gehalt
  • Koh­len­was­ser­stof­fe
  • Pro­te­ine
  • Poly­me­re

Gängige industrielle Spektrometer-Wellenlängenbereiche

Indus­tri­el­le NIR-Spek­tro­me­ter arbei­ten typi­scher­wei­se in Wel­len­län­gen­fens­tern, die durch die Detek­tor­tech­no­lo­gie bestimmt werden.

Typische Messbereiche

Spek­tro­me­ter­be­reich Detek­tor­typ Typi­sche Anwendungen
900–1700 nm InGaAs Feuch­tig­keit, Kunst­stof­fe, Lebensmittel
1350–2150 nm erwei­ter­tes InGaAs orga­ni­sche Verbindungen
1600–2400 nm erwei­ter­tes InGaAs Poly­me­re, Kohlenwasserstoffe
900–2400 nm Dual-Detek­tor-Sys­te­me brei­te Zusammensetzungsanalyse

Die­se Wel­len­län­gen­be­rei­che decken die dia­gnos­tisch nütz­lichs­ten Ober­ton­ban­den von O–H-, C–H- und N–H-Bindungen ab.

Industrielle Anwendungen

Gän­gi­ge indus­tri­el­le Anwen­dungs­fäl­le umfassen:

Land­wirt­schaft und Lebensmittel

  • Feuch­tig­keits­mes­sung
  • Pro­te­in­ge­halt
  • Fett- und Kohlenhydratanalyse

Poly­mer­her­stel­lung

  • Harz­zu­sam­men­set­zung
  • Addi­tiv­kon­zen­tra­ti­on
  • Aus­här­tungs­über­wa­chung

Pro­zess­in­dus­trien

  • Über­wa­chung der che­mi­schen Zusammensetzung
  • Roh­ma­te­ri­al­prü­fung
  • Mischungs­kon­trol­le

Da NIR-Licht tie­fer in Mate­ria­li­en ein­dringt als sicht­ba­res Licht, eig­net es sich gut für Mes­sun­gen der Mas­sen­zu­sam­men­set­zung.

Wellenlängenbereiche von Hyperspektralkameras

Hyper­spek­tral-Bild­ge­bungs­sys­te­me kom­bi­nie­ren Spek­tro­sko­pie mit Bild­ge­bung und erzeu­gen ein voll­stän­di­ges Spek­trum für jedes Pixel.

Typi­sche Wel­len­län­gen­be­rei­che hän­gen von der Detek­tor­tech­no­lo­gie ab.

Gängige hyperspektrale Spektralbänder

Kame­ra­typ Wel­len­län­gen­be­reich Detek­tor Anwen­dun­gen
VIS–NIR 400–1000 nm Sili­zi­um Far­be, Landwirtschaft
NIR 700–2500 nm InGaAs Mate­ri­al­sor­tie­rung
SWIR 700–1700 nm erwei­ter­tes InGaAs Kunst­stof­fe, Mineralien
MIR 2500–10.000 nm MCT Che­mi­sche Identifizierung

Sili­zi­um­s­en­so­ren decken typi­scher­wei­se 400–1000 nm ab, wäh­rend InGaAs-Detek­to­ren die Emp­find­lich­keit in den SWIR-Bereich bis unge­fähr 1700–2500 nm erwei­tern. (iws.fraunhofer.de)

Typische hyperspektrale Anwendungen

Lebens­mit­tel­in­spek­ti­on

  • Fremd­kör­per­er­ken­nung
  • Erken­nung von Druckstellen
  • Feuch­tig­keits­kar­tie­rung

Recy­cling und Abfallsortierung

  • Poly­me­riden­ti­fi­zie­rung
  • Erken­nung von schwar­zem Kunststoff
  • Tren­nung von Mischmaterialien
Wellenlängenbereiche 1

Abbil­dung: Hyper­spek­tra­les Bild­ge­bungs­prin­zip, das die spek­tra­le Daten­er­fas­sung über räum­li­che Dimen­sio­nen und Wel­len­län­gen zur Erzeu­gung eines hyper­spek­tra­len Daten­wür­fels zeigt.

Berg­bau und Geologie

  • Mine­ral­klas­si­fi­zie­rung
  • Erz­zu­sam­men­set­zung

Indus­tri­el­le Inspektion

  • Schicht­di­cken­mes­sung
  • Kon­ta­mi­na­ti­ons­er­ken­nung

Hyper­spek­tra­le Bild­ge­bung wird häu­fig ein­ge­setzt, wenn räum­lich auf­ge­lös­te che­mi­sche Infor­ma­tio­nen erfor­der­lich sind.

Einschränkungen der NIR-Spektroskopie

Trotz ihrer Viel­sei­tig­keit weist die NIR-Spek­tro­sko­pie meh­re­re tech­ni­sche Ein­schrän­kun­gen auf.

Schwache Absorptionsmerkmale

NIR-Absorp­ti­ons­ban­den sind Ober­tö­ne von MIR-Schwin­gun­gen, wodurch sie viel schwä­cher sind als MIR-Merk­ma­le. Dies führt zu: 

  • gerin­ge­re che­mi­sche Spezifität
  • über­lap­pen­de Spektralpeaks

Chemometrische Abhängigkeit

Da Spek­tren über­lap­pen­de Ban­den ent­hal­ten, erfor­dern NIR-Mes­sun­gen typischerweise:

  • Kali­brie­rungs­mo­del­le
  • mul­ti­va­ria­te Regression
  • gro­ße Trainingsdatensätze

Ohne ord­nungs­ge­mä­ße Kali­brie­rung ist eine direk­te Inter­pre­ta­ti­on schwierig.

Begrenzte molekulare Spezifität

Im Gegen­satz zur MIR-Spek­tro­sko­pie lie­fert NIR kei­ne ein­deu­ti­gen mole­ku­la­ren Fin­ger­ab­drü­cke. Dies hat zur Folge:

  • ver­schie­de­ne Ver­bin­dun­gen kön­nen ähn­li­che Spek­tren erzeugen
  • Model­le sind mög­li­cher­wei­se nicht mate­ri­al­über­grei­fend übertragbar

Empfindlichkeit gegenüber physikalischen Effekten

NIR-Spek­tren kön­nen auch beein­flusst wer­den durch:

  • Par­ti­kel­grö­ße
  • Ober­flä­chen­streu­ung
  • Tem­pe­ra­tur
  • opti­sche Weglänge

Die­se Fak­to­ren füh­ren zu Varia­bi­li­tät, die durch Vor­ver­ar­bei­tung und Kali­brie­rung kom­pen­siert wer­den muss.

Fazit

Spek­tro­sko­pi­sche Tech­ni­ken arbei­ten über ver­schie­de­ne Wel­len­län­gen­be­rei­che des elek­tro­ma­gne­ti­schen Spek­trums, wobei jeder Bereich unter­schied­li­che phy­si­ka­li­sche Wech­sel­wir­kun­gen mit Mate­rie untersucht.

  • VIS-Spek­tro­sko­pie misst elek­tro­ni­sche Übergänge.
  • NIR-Spek­tro­sko­pie detek­tiert Ober­ton­schwin­gun­gen was­ser­stoff­hal­ti­ger Bindungen.
  • MIR-Spek­tro­sko­pie misst fun­da­men­ta­le mole­ku­la­re Schwingungen.

Indus­tri­el­le Spek­tro­me­ter arbei­ten übli­cher­wei­se in Berei­chen wie 900–1700 nm oder 900–2400 nm, wäh­rend Hyper­spek­tral­ka­me­ras von sicht­ba­ren Wel­len­län­gen bis ins mitt­le­re Infra­rot reichen.

Das Ver­ständ­nis die­ser Wel­len­län­gen­be­rei­che und ihrer mole­ku­la­ren Wech­sel­wir­kun­gen ist ent­schei­dend für die Aus­wahl der geeig­ne­ten spek­tro­sko­pi­schen Tech­nik zur Mate­ri­al­ana­ly­se und Prozessüberwachung.

FAQ

FAQ1: Was ist der NIR-Wellenlängenbereich?

Der Nahin­fra­rot (NIR)-Wellenlängenbereich in der Spek­tro­sko­pie wird typi­scher­wei­se als unge­fähr 700 bis 2500 nm defi­niert. Die­ser Bereich wird zur Mes­sung von Ober­ton- und Kom­bi­na­ti­ons­schwin­gun­gen mole­ku­la­rer Bin­dun­gen ver­wen­det, ins­be­son­de­re von O-H-, C-H- und N-H-Bindungen. 

FAQ2: Was ist der Unterschied zwischen NIR und SWIR?

SWIR wird übli­cher­wei­se als eine Unter­grup­pe des brei­te­ren NIR-Bereichs betrach­tet. Im Sei­ten­in­halt wird SWIR als unge­fähr 700 bis 1700 nm dar­ge­stellt, wäh­rend NIR sich bis etwa 2500 nm erstreckt. 

FAQ3: Welche Wellenlängen werden in der Spektroskopie verwendet?

Die Spek­tro­sko­pie ver­wen­det je nach Mess­prin­zip unter­schied­li­che Wel­len­län­gen­be­rei­che. Die Sei­te behan­delt VIS (~400–700 nm), NIR (~700–2500 nm), SWIR (~700–1700 nm), MIR (~2500–10.000 nm) und FIR (~12.000–100.000 nm).

FAQ4: Was misst die NIR-Spektroskopie?

Die NIR-Spek­tro­sko­pie misst schwa­che Ober­ton- und Kom­bi­na­ti­ons­ban­den mole­ku­la­rer Schwin­gun­gen. Sie ist beson­ders emp­find­lich gegen­über was­ser­stoff­hal­ti­gen Bin­dun­gen wie O-H, C-H und N-H.

FAQ5: Was sind typische NIR-Absorptionsbanden?

Typi­sche NIR-Absorp­ti­ons­ban­den sind mit O-H-, C-H- und N-H-Bin­dun­gen asso­zi­iert. Die Sei­te nennt unge­fäh­re Ober­ton­be­rei­che von 700–1500 nm für O-H, 1100–1800 nm für C-H und 1000–1600 nm für N-H.

FAQ6: Was sind gängige industrielle NIR-Spektrometer-Wellenlängenbereiche?

Gän­gi­ge indus­tri­el­le NIR-Spek­tro­me­ter­be­rei­che, die auf der Sei­te auf­ge­führt sind, umfas­sen 900–1700 nm, 1350–2150 nm, 1600–2400 nm und 900–2400 nm, abhän­gig vom Detek­tor­de­sign und der Anwendung.

FAQ7: Was ist der Unterschied zwischen VIS-, NIR- und MIR-Spektroskopie?

Die Sei­te unter­schei­det die Berei­che nach ihren domi­nan­ten phy­si­ka­li­schen Wech­sel­wir­kun­gen: VIS misst elek­tro­ni­sche Über­gän­ge, NIR misst Ober­ton- und Kom­bi­na­ti­ons­schwin­gun­gen und MIR misst fun­da­men­ta­le mole­ku­la­re Schwin­gun­gen.

FAQ8: Was sind gängige Anwendungen der NIR-Spektroskopie?

Die Sei­te asso­zi­iert die NIR-Spek­tro­sko­pie mit Anwen­dun­gen wie Feuch­tig­keits­mes­sung, Zusam­men­set­zungs­ana­ly­se, Pro­te­in- und orga­ni­sche Gehalts­ana­ly­se, Poly­mer­über­wa­chung und Pro­zess­kon­trol­le.