Warum Lieferantenzertifikate nicht immer ausreichen

Lie­fe­ran­ten­zer­ti­fi­ka­te lie­fern wert­vol­le Infor­ma­tio­nen, kön­nen aber nicht alle Risi­ken im Waren­ein­gang ausschließen.

Rezep­tur­ab­wei­chun­gen, Roh­stoff­sub­sti­tu­tio­nen, Char­gen­schwan­kun­gen und Hand­ha­bungs­feh­ler kön­nen trotz kon­for­mer Doku­men­ta­ti­on auf­tre­ten. Die por­ta­ble NIR-Spek­tro­sko­pie bie­tet eine zusätz­li­che Veri­fi­zie­rungs­ebe­ne, bevor Mate­ria­li­en für die Pro­duk­ti­on frei­ge­ge­ben werden. 

Lieferantenabweichungen und Chargenschwankungen

Spek­tra­le Fin­ger­ab­drü­cke kön­nen mit zuge­las­se­nen Refe­renz­ma­te­ria­li­en ver­gli­chen wer­den, um unge­wöhn­li­che Abwei­chun­gen zwi­schen den Lie­fe­run­gen zu identifizieren.

Dies ermög­licht es Her­stel­lern, die Kon­sis­tenz der Lie­fe­ran­ten zu über­wa­chen, uner­war­te­te Ände­run­gen zu erken­nen und Abwei­chun­gen zu unter­su­chen, bevor sie die Pro­duk­ti­ons­leis­tung beeinträchtigen.

Rohstoffverifizierung

Vie­le indus­tri­el­le Roh­stof­fe wer­den als Pul­ver, Gra­nu­la­te, Com­pounds oder Zwi­schen­pro­duk­te geliefert.

Die por­ta­ble NIR-Spek­tro­sko­pie ermög­licht eine schnel­le Veri­fi­zie­rung ein­ge­hen­der Mate­ria­li­en direkt bei der Waren­an­nah­me, ohne auf Labor­er­geb­nis­se war­ten zu müssen.

Typi­sche Anwen­dun­gen umfas­sen die Roh­stoff­ve­ri­fi­zie­rung, Lager­in­spek­ti­on, Lie­fe­ran­ten­qua­li­fi­zie­rung und Produktionsqualitätskontrolle.

Typischer Workflow im Wareneingang

  1. Defi­nie­ren Sie zuge­las­se­ne Referenzmaterialien.
  2. Mes­sen Sie reprä­sen­ta­ti­ve Referenzspektren.
  3. Scan­nen Sie ein­ge­hen­de Lie­fe­run­gen wäh­rend der Warenannahme.
  4. Ver­glei­chen Sie die Mes­sun­gen mit den zuge­las­se­nen Referenzen.
  5. Lei­ten Sie unge­wöhn­li­che Abwei­chun­gen zur Labor­ana­ly­se weiter.

Beispiel: Überprüfung etablierter Lieferantenmaterialien

Die Waren­ein­gangs­kon­trol­le ist nicht nur für unbe­kann­te oder ver­däch­ti­ge Mate­ria­li­en rele­vant. Auch eta­blier­te Lie­fe­ran­ten­ma­te­ria­li­en kön­nen Char­gen­schwan­kun­gen, Rezep­tur­ab­wei­chun­gen oder hand­ha­bungs­be­ding­te Abwei­chun­gen aufweisen. 

Die por­ta­ble NIR-Spek­tro­sko­pie kann ver­wen­det wer­den, um ein­ge­hen­de Lie­fe­run­gen mit zuge­las­se­nen Refe­renz­char­gen zu ver­glei­chen. Dies hilft, Abwei­chun­gen zu iden­ti­fi­zie­ren, bevor Mate­ria­li­en für die Pro­duk­ti­on frei­ge­ge­ben wer­den, selbst wenn Lie­fe­ran­ten­zer­ti­fi­ka­te vorliegen. 

Typi­sche Bei­spie­le sind tech­ni­sche Kunst­stof­fe, Elas­to­me­re, Com­pounds und ande­re Mate­ria­li­en, bei denen eine visu­el­le Inspek­ti­on und Doku­men­ta­ti­on allein für zuver­läs­si­ge Frei­ga­be­ent­schei­dun­gen nicht ausreichen.

Wann eine Laboranalyse weiterhin erforderlich ist

Die por­ta­ble NIR-Spek­tro­sko­pie fun­giert als Scree­ning- und Verifizierungstechnologie.

Mate­ria­li­en, die signi­fi­kan­te spek­tra­le Abwei­chun­gen, uner­war­te­tes Ver­hal­ten oder unkla­re Iden­ti­fi­zie­rungs­er­geb­nis­se auf­wei­sen, soll­ten für eine detail­lier­te Labor­ana­ly­se wei­ter­ge­lei­tet werden.